Und dabei hat er es so gut gemeint: Sir Peter Viggers, seit 1974 Abgeordneter für das südenglische Gosport im britischen Unterhaus, wollte dem Federvieh in seinem Garten eine sichere Unterkunft zur Verfügung stellen. Doch sollte es nicht irgendein Entenhaus sein: Seine Wahl fiel auf die Replik eines schwedischen Landhauses aus dem 18. Jahrhundert. Ganz billig ist so ein exklusives Vogelhäuschen jedoch nicht: 1645 Britische Pfund (1870 Euro) kostete das Gartenornament, berichtet der “Daily Telegraph”.

Da traf es sich gut, dass die Kosten für Gartenpflege bei britischen Abgeordneten zu den Spesen zählen, dachte sich Viggers – und schickte die Rechnung an das Parlament, zusammen mit den Belegen für diverse andere Gartenarbeiten. Insgesamt kam so allein für die letzten drei Jahre ein Betrag von mehr als 30.000 Pfund (34.000 Euro) zusammen.Darin enthalten waren unter anderem auch die Kosten für 28 Tonnen Mist, die Viggers, zugegebenermaßen recht günstig, für knapp 500 Pfund erwerben konnte.
Sowieso alles umsonst
Die Spesenstelle verweigerte jedoch die Erstattung der Auslagen. Als das Ansinnen des konservativen Abgeordneten bekannt wurde, musste er auf Druck von Parteichef David Cameron seinen Hut nehmen. Viggers, lange Zeit auch Mitglied des Haushaltsausschusses des Parlaments, zeigte sich reumütig. Er schäme sich für sein Verhalten und entschuldige sich dafür. Er hätte die Rechnung niemals einreichen dürfen, erklärte er und fügte hinzu, das Häuschen sei “von den Enten nie gemocht worden und ist nun eingelagert”.
Quelle: Tagesschau.de















